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Die Gemeinwohl-Ökonomie bei meetAlps

© Jugendorganisation BUND Naturschutz

Am 10. September 2022 hatten Vivienne Nürnberger und Melanie Birk von der Regionalgruppe München die Möglichkeit, die Gemeinwohl-Ökonomie den Teilnehmer*innen der Jugendalpenkonferenz meetAlps in Garmisch-Partenkirchen vorzustellen. Die Konferenz wurde von der Jugendorganisation BUND Naturschutz organisiert und fand unter dem Motto „Klimawandel und Klimafolgen für den Alpenraum statt.“ Nach einer allgemeinen Einführung in die Gemeinwohl-Ökonomie wurde es konkret.

Die Teilnehmenden schlüpften in die Rollen eines Wertschöpfungsprozesses am Beispiel der Textilindustrie und erlebten so die vernetzten Zusammenhänge des Systems. In der ersten Runde geschah dies unter den Bedingungen des aktuellen, monetär getriebenen, Wirtschaftssystems. Die zweite Runde spielte sich in einem Gemeinwohl-orientierten System ab. So konnten die Teilnehmenden in einem stark vereinfachten Modell die Veränderungen direkt spüren.

Die hier gewonnenen Erkenntnisse wurden abschließend auf den Tourismus im Alpenraum übertragen. In der gemeinsamen Diskussion wurde versucht Antworten auf Fragen wie „Wie kann Tourismus Gemeinwohl-orientiert gestaltet werden?“ oder „Welche Akteur*innen haben welche Interessen und wie kann diesen begegnet werden?“ zu finden. Dabei wurden auch tiefergehende Aspekte wie Chancengleichheit und Gerechtigkeit angesprochen. Reale Beispiele wie das Allgäu und Südtirol zeigten, dass bereits heute andere Wege gegangen werden.

Eines wurde allen klar: ein Systemwandel ist weder leicht noch von heute auf morgen umzusetzen. Sich auf den Weg zu machen lohnt sich dennoch!

Text: Melanie Birk