Jan
19
So
Filmvorführung „Der Marktgerechte Mensch“
Jan 19 um 13:20 – 15:00

Besucht uns an unserem Infostand im Anschluss an die Vorführung des Films „Der marktgerechte Mensch“ in den Lamm-Lichtspielen Erlangen.

Europa ist im Umbruch. Seit dem neuen Jahrtausend und zuletzt nach der Finanzkrise wurden neue Weichengestellt. Die soziale Marktwirtschaft, gesellschaftliche Solidarsysteme, über Jahrzehnte erstritten, stehen zur Disposition. Besonders der Arbeitsmarkt und mit ihm die Menschen verändern sich rasant. Hier setzt der Film „Der marktgerechte Mensch“ an.

Noch vor 20 Jahren waren in Deutschland knapp zwei Drittel der Beschäftigten in einem Vollzeitjob mit Sozialversicherungspflicht. 38% sind es nur noch heute. Aktuell arbeitet bereits die Hälfte der Beschäftigtenin Unsicherheit! Der Film zeigt Fahrer*nnen für Essenslieferanten, die von einem Algorithmus gesteuertwerden, Beschäftigte des Einzelhandels, die auf Abruf arbeiten, Crowdworker, die auf Internet-Plattformenmit der ganzen Welt konkurrieren. Auch Menschen in bisher sicher geglaubten Arbeitsstrukturen an Universitäten erleben wir in befristeten Arbeitsverhältnissen. Hier gibt es Planungshorizonte von nur wenigen Monaten bis zu einem Jahr. Dr. phil. Dr. rer. med. Peter Ullrich freut sich über einen neuen Vertrag für einen Monat: „Die Rente ist gesichert,“ feixt er.

All diesen modernen Arbeitsverhältnissen ist eines gemein: Der Arbeitgeber zieht sich aus sozialen Verpflichtungen zurück und lädt das wirtschaftliche und soziale Risiko auf den Rücken der Beschäftigten. Dabei stellt der Soziologe Simon Schaupp eine gewollte Atomisierung der Beschäftigten fest. „Eine Tendenz, die intendiert, dass Leute isoliert werden und sich nicht so lästig selbstorganisieren.“

Bei mittleren- und oberen unbefristeten Leitungspositionen stellt sich das zwar etwas anders dar. Aber auch hier wird die Verantwortung für das Schicksal des Unternehmens gerne auf die Mitarbeiter*innen abgeschoben. Beliebt ist das „Management by crisis“ – die Beschäftigten sollen das Unternehmen retten. Sie opfern sich dann auf, widmen ihr ganzes Leben der Firma. Was sie aber nicht davor rettet, am Telefongekündigt oder wie ein Schwerverbrecher von der Security vor die Tür begleitet zu werden. Wissenschaftlererklären, wie solcher Stress und „ausgeschlossen sein“ systematisch körperliche Krankheiten auslösen.

Der Film zeigt Beispiele, wie Menschen an dieser Last und Unsicherheit zerbrechen, wie Depression undBurnout das Leben zur Hölle machen. Selbst in dieser fatalen Situation glauben noch viele, an ihrem Schicksalschuld und ein Einzelfall zu sein. Fatal ist, dass all diese gezeigten Arbeits- und Lebensformen oft mit sozialer Isolierung und Einsamkeit verbunden sind – Symptome eines zerbrechenden Bindegewebes der Gesellschaft.

In einer Welt, die von Konkurrenz, Ausbeutung und uneingeschränkter Freiheit der Investoren getrieben ist, gibt es ein wesentliches Prinzip: „Race to the bottom“, der Wettbewerb um immer schlechtere Arbeitsbedingungen und niedrigere Löhne bei missachteter Menschenwürde. DER MARKTGERECHTE MENSCH zeigt unter welchen Bedingungen Fahrer von osteuropäischen Subunternehmern in der LKW-Transportbranche arbeiten und Nobelketten der Textil- und Bekleidungsindustrie. Dieselassen ihre Produkte in Osteuropa von Arbeiterinnen fertigen, die 12 Stunden, 7 Tage die Woche Produkte im Akkordzusammennähen, für einen Lohn der fünffach unter dem Existenzminimum liegt. Und dennoch zieht die Karawane weiter dorthin, wo die Bedingungen für Investoren noch günstiger sind. Im Focus steht Äthiopien: Die ArbeiterInnen verdienen dort 27 Dollar im Monat, das ist die Hälfte des Lohnniveaus von Bangladesh! – Dieser Wahnsinn ist nicht alternativlos. Der Film stellt Betriebe vor, die nach dem Prinzip des Gemeinwohlswirtschaften, Beschäftigte von Lieferdiensten, die einen Betriebsrat gründen und die Kraft der Solidarität vonjungen Menschen, die für einen Systemwandel eintreten. „Der marktgerechte Mensch“ ist ein Film, der Mutmacht, sich einzumischen und zusammenzuschließen. Denn ein anderes Leben ist möglich.

Jan
20
Mo
Januar-Treffen der RG Altlandkreis Wasserburg
Jan 20 um 19:00 – 21:00

Treffen für alle Interessierten und Aktiven der Regionalgruppe Gemeinwohl-Ökonomie Wasserburg

Im Rahmen des Treffens wollen wir gemeinsam den Status zu den Projekten (Protokoll) abfragen und unsere nächsten Schritte abstimmen.

Agenda:
19:00-19:30 Ankommen und was gibt es neues
19:30-21:00 Projekte besprechen

Hier noch ein kurzer Rückblick 2019.
Kinoprojekt im Dezember:
Erstmal danke an alle die gekommen sind, es waren ca. 55 Teilnehmer und ich persönlich fand den Film Tomorrow sehr anregend.
Man konnte sehen, dass man vieles bewegen kann, wenn die Menschen ins tun kommen.

Aktive Regionalgruppe:
Seit Ende 2019 sind wir nun von einer in Gründung zu einer Aktivgruppe der GWÖ geworden und haben unser eigenes Logo erhalten.
Vielen Dank an alle die dies durch Ihre Mitarbeit ermöglicht haben.

Ausblick:
GWÖ Vortrag in Edling am 28.01.2020 um 19:00 siehe weiterer Termin.

Im Wandel steckt Spaß, Freude an der Veränderung. Wie schon viele Regionalgruppen bewiesen haben, kann sich was bewegen.
Helfen Sie mit, unserer Zukunft positiv zu Gestalten und kommen Sie zum Gemeinwohl-Ökonomie Regionalgruppen treffen.
Jetzt ist die Zeit zum Wandel machen sie mit.

Auf Euer Kommen freuen sich:

Albert Bernstetter, Werner Furtner

Veranstaltungsort: Mehrgenerationenhaus, Willi-Ernst-Ring 27, http://www.mehrgenerationenhaus-wasserburg.de/

 

Jan
22
Mi
Treffen der RG Landsberg am Lech
Jan 22 um 19:30 – 21:30

Monatliches Zusammenkommen der Regionalgruppe in Landsberg, projekt…raum Alte Bergestraße 404, Beginn: 19.30 Uhr;
Interessierte sind ab 19 Uhr herzlich willkommen.

Jan
23
Do
GWÖ-Unternehmer-Frühstück: Menschenwürde
Jan 23 um 07:45 – 10:00

Der Arbeitskreis Unternehmen (innerhalb der Regionalgruppe Landsberg) lädt alle Interessierten ein, an der Frühstücks-Veranstaltung „Menschenwürde“ bei dem Landsberger Unternehmen Veit GmbH teilzunehmen.
Wie lassen sich unternehmerischer Alltag und Menschenwürde (mehr) miteinander verbinden? Wie kann unternehmerische Praxis  konket gestaltet werden, um der Menschenwürde auch im Wirtschaftsleben eine konkrete Form zu geben?
Warum sind ethische Werte lohnenswert und wichtig?

Mit diesen (und ähnlichen) Fragestellungen beschäftigt sich die offene Frühstücksveranstaltung, die mit einem Betriebsrundgang endet.
Nähere Infos und Anmeldung bitte über Mail an:
jochen.siebel@ecogood.org

Vortrag „Die Gemeinwohl-Ökonomie“ von Harro Colshorn in Kolbermoor
Jan 23 um 19:30 – 21:30

Vortrag: „Die Gemeinwohl-Ökonomie – ein Wirtschaftsmodell mit Zukunft“

Gemeinwohl-Ökonomie – Ein Wirtschaftsmodell mit Zukunft

88 Prozent der Deutschen wünschen sich eine neue Wirtschaftsordnung. Die Idee der Gemeinwohl-Ökonomie steht für den Aufbruch zu einer ethischen Marktwirtschaft, die ein gutes Leben für alle anstatt einer Vermehrung von Geldkapital erreichen möchte. Sie sucht nach Wegen, um Menschenwürde, Menschenrechte und die ökologische Verantwortung als Gemeinwohlwerte auch in der Wirtschaft umzusetzen.

Dieses alternative Wirtschaftsmodell wird Harro Colshorn, Bioland-Gärtner im Mangfalltal und Vorstand des Gemeinwohl-Ökonomie Bayern e.V., vorstellen und skizzieren, wie die Politik nachhaltiges Wirtschaften unterstützen kann.

Hintergrundinfos: Gemeinwohl-Ökonomie kurz erklärt

Eckdaten: Volkshochschule Kolbermoor, Donnerstag, 23.01.2020, 19.30 Uhr, Rathaus, Eintritt 8,00 €

Um Anmeldung bis 22.01. wird gebeten.

Jan
24
Fr
ÖDP-Symposium Wachstumskritik – Wirtschaft ohne Wachstumszwang!
Jan 24 um 18:45 – Jan 25 um 16:00

Aufbruch ohne Wachstumszwang! Ökologisch soziale Marktwirtschaft ohne Wachstum – Sackgasse oder einziger Ausweg?

Die ÖDP lädt ein zum ÖDP-Symposium Wachstumskritik – Wirtschaft ohne Wachstumszwang! mit Podiumsdiskussion und Workshops.

Günther Grzega (u.a. bekannt als GWÖ-Botschafter und Ex-Vorstand der Sparda-Bank München) wird am Samstag einen Workshop zum Thema „Finanz- und Geldwirtschaft ohne Wachstum“ anbieten.

 

Nähere Informationen zur Veranstaltungen entnehmen sie bitte der Veranstaltungs-Homepage.

 

Freitag, 24.01.2020

17:30 Eröffnung, Begrüßung der ÖDP-internen Gäste

18:00 Uhr Abendessen in der Halle

18:45 Uhr Einlass der „externen“ Gäste

19:30 Uhr Beginn Podiumsdiskussion, mit Pause, Ende gegen 22:15 Uhr

Prof. Dr. Mathias Binswanger, Wirtschaftswissenschaftler, Schweiz
Prof. Dr. Irmi Seidl, Wirtschaftswissenschaftlerin, Deutschland/Schweiz
Prof. Dr. Christian Kreiß, Volkswirtschaftsexperte, Deutschland
Oliver Richters, Wirtschaftswissenschaftler, Deutschland
Jörg Sommer, Autor, Vorsitzender der Deutsche Umweltstiftung, Deutschland
Isabella Hirsch, Landwirtin, Stellv. Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) LV Bayern, Deutschland
Prof. Dr. Martin Quaas, Wirtschaftswissenschaftler, Deutschland

Moderation: Dr. Uwe Brückner, Politikjournalist

Samstag, 25.01.2020

Beginn 9:30 Uhr 4 Workshops, Themen/Referenten

Finanz- und Geldwirtschaft ohne Wachstum – Günther Grzega
Warum wir so viel arbeiten müssen – Prof. Dr. Christian Kreiß
Landwirtschaft unter Rücksichtnahme auf Mensch und Natur – Dietrich Pax
Die Rolle der Arbeit in der Postwachstumsgesellschaft – Jörg Sommer/Prof. Dr. Irmi Seidl

Beginn 11:00 Uhr 4 Workshops

Die Resonanzstrategie. Wie wir uns vom Wachstumszwang befreien können – Dr. Fritz Reheis Energiewende – NN
Marktwirtschaft zwischen Utopie und Realität – Oliver Richters
Betriebswirtschaftliche Aspekte wachstumslosen Wirtschaftens – Prof. Dr. Herbert Einsiedler

Mittagspause 12:30 Uhr bis 13:30 Uhr Beginn 13:30 Uhr

Vortrag/Ertragssicherung aus den Workshops zum Thema: „Ökologisch soziale Marktwirtschaft ohne Wachstum“, Leitung: Dr. Reinhold Reck/Günther Brendle-Behnisch

Ende gegen 16:00 Uhr

Jan
25
Sa
Regio-Geld
Jan 25 um 19:30

unser GWÖ-Mitglied Ralf Schnabel veranstaltet am Samstag 25. Januar 2020 eine Podiumsdiskussion im Ballenhaus Schongau zum Thema Regio-Geld (Beginn 19:30 Uhr)

Der zunehmende Trend der Digitalisierung, des on-line Handels und der Präsenz von großen Handelsketten, macht es für lokal operierende kleine und mittelständische Unternehmer zunehmend schwierig sich zu behaupten. Weniger Einkaufsvielfalt, Leerstände und geringere Steuereinnahmen der Kommunen sind die Konsequenz. Aber was kann man tun, damit das Gemeinwohl vor Ort stärker gefördert wird und lokal tätige Unternehmer bestehen können?
Der Denkraum21 Jahr 2020 wird geprägt sein von neuen Initiativen, die zum Ziel haben eine Neue Kultur des Wirtschaftens mitzugestalten. Eine Euro-gedeckte Komplementärwährung – das REGIO-GELD – kann dazu einen Beitrag leisten.
Mit Stefan Schütz (1. Vorstand CHIEMGAUER e.V.) und Anna-Lisa Schmalz (Beraterin zu Komplementärwährung) haben wir zwei Regio-Geld Experten eingeladen. Sie werden über Ihre Erfahrungen mit Regionalwährungen und wichtigen Faktoren für einen nachhaltigen Erfolg berichten. Im Anschluß kommen Interessensvertreter aus dem AmmerLechLand zu Wort. Interessierten Zuhörern bietet sich die Chance, Fragen vorab zu adressieren, die nach Zielgruppen (Kommunale Verwaltung, Gewerbetreibende, Vereine und Bürger) angesprochen werden sollen.
Uns wird ein interessanter Abend mit Platz für über 100 Personen im Schongauer Ballenhaussaal erwarten.

https://www.merkur.de/lokales/schongau/schongau-ort29421/schongau-mit-regio-geld-wirtschaft-ankurbeln-13437678.html

Jan
28
Di
Informations-Abend zur Gemeinwohl-Ökonomie in Edling
Jan 28 um 19:00 – 20:30
Informations-Abend zur Gemeinwohl-Ökonomie in Edling @ 83533 Edling

Die Gemeinwohl-Ökonomie
Ein ethisches Wirtschaftsmodell

Wie kann ich als BürgerIn, als UnternehmerIn oder als Kommune gemeinwohl-orientiert leben?

Sie möchten ein Gefühl dafür bekommen, was die Gemeinwohl-Ökonomie für die nachhaltigere Gestaltung von Unternehmen bedeuten kann.

Die Chance auf ein gutes Leben für alle. Werteorientiertes wirtschaften, damit es allen besser geht. Was wir ändern müssen, wenn wir bleiben wollen!

Die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl!“ Art. 151,Bayer. Verfassung.

Jeder Bürger, jede Kommune, jedes Unternehmen ist Teil des Wandels und kann mit seinem Beitrag Wertvolles leisten. Darum wollen wir auffordern, am Wandel teilzunehmen.

Die Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) ist eine Bewegung hin zu einem ethischen Wirtschaftsmodell. Es gilt, ökonomische Ziele mit ökologischen und sozialen Aspekten in Einklang zu bringen. Motive und Ziele von Gewinnstreben und Konkurrenz wandeln sich zu Gemeinwohl und Kooperation. Die Gemeinwohl-Ökonomie sieht Menschenwürde, Solidarität & Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit, Transparenz & Mitentscheidung als zentrale Werte des menschlichen Handelns. Das Wohl von Mensch und Umwelt wird zum obersten Ziel des Wirtschaftens.

Der Abend wird moderiert und geleitet von Albert Bernstetter und Werner Furtner,
Gemeinwohl-Berater und Koordinatoren der RG Altlandkreis Wasserburg,

Veranstalter:
Unabhängige Bürgergemeinschaft für die Gemeinde Edling (UBG) – unabhängige Wählervereinigung e.V.

Jan
31
Fr
Seminar für Unternehmen „Ihr Weg zur Gemeinwohl-Orientierung“
Jan 31 um 14:00 – 18:30

Details finden Sie in folgendem Flyer:

Unternehmer-Workshop_2020-01-31

Feb
4
Di
Podiumsdiskussion mit den Landratskandidaten des Landkreises Weilheim-Schongau
Feb 4 um 19:00 – 21:00

Klimawandel: Global denken – regional handeln!

Thema des Abends soll vor allem der Klimawandel, insbesondere die Energiewende (einschl. Energieeinsparung und Energieeffizienz) und die Mobilität in unserem Landkreis sein.

Der Klimawandel ist bei zahlreichen Bürgern in den vergangenen Wochen und Monaten stärker ins Bewusstsein gerückt. Der Abend soll dazu dienen, dass sich interessierte Bürger ein Bild davon machen können, welche Handlungsmöglichkeiten die Landratskandidaten in unserem Landkreis sehen und welche politischen Schritte sie in Angriff nehmen wollen, um das vom Kreistag beschlossene Ziel eines klimaneutralen Landkreises bis 2035 zu realisieren.

 

Zum Abend folgende Informationen:

Für die Moderation konnte Dr. Georg Bayerle, Hörfunk- und Fernsehjournalist für Berge und Umwelt beim Bayerischen Rundfunk, gewonnen werden

  • Vortrag von Prof. Dr. Stefan Emeis zu den Auswirkungen des Klimawandels im Landkreis
  • Befragung der Landratskandidaten bzw. der -kandidatin zu ihren politischen Zielen zur Energiewende und zur Mobilität/Verkehrswende im Landkreis,
  • Kurzvortrag von Norbert Moy (Pro Bahn e.V.) zur Mobilität und Verkehrswende
  • Anschließend Fragen der Bürger an die Landratskandidaten bzw. die –kandidatin