„Das gute Leben für alle oder wie geht eigentlich enkeltauglicher Klimaschutz?“

Unter diesem Titel referierte am 8.Oktober, Andreas Jenne in der Alten Synagoge in Kitzingen. Ausgehend von den Feierlichkeiten zu 200 Jahre bayerische Verfassung spannte er den Bogen von der Aufgabe des Staates zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen, über FridaysForFuture bis zu der Notwendigkeit zur Transformation unseres Gesellschafts- und Wirtschaftssystems.

Für die knapp 50 Zuhörer und Diskutanten wurde deutlich: Alle Bereiche unseres Lebens, auch der Klimaschutz, sind stark von wirtschaftlichen Überlegungen bestimmt. Mit der Bewegung FridaysForFuture ist aber ein „Fenster der Geschichte“ aufgegangen und die Dringlichkeit des Themas ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. „Wir brauchen einen neuen Generationenvertrag“ so Andreas Jenne und dieser muss verbunden sein mit einem alternativen Wirtschaftsmodell, die die Wirtschaft wieder vom Kopf auf die Füße stellt. „Dieser Vertrag muss endlich ernst machen mit dem staatlichen Schutz der wichtigsten Lebensgrundlagen wie sauberes Trinkwasser, reine Luft und breite Biodiversität“ so Andreas in seinem Vortrag.

Die Länge und Breite der Diskussion nach dem Vortrag zeigte, wie stark die Klimakrise und die Suche nach echten Alternativen zum Kapitalismus in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist und macht Mut, dass ein neuer Generationenvertrag möglich ist.

Foto: Andreas Jenne